Samstag, 6. Juli 2013

Calgary im Ausnahme-Zustand

Kanada Teil 3 / 05.07.2013

  ... one of the best things I´ve ever done...

Nachdem sich Calgary 15 Tage lang im state of emergency befand, gibt es nun eine weitere Ausnahmesituation in der Stadt. Zehn Tage lang wird nun die Stampede zum 101. Mal gefeiert. Seit dem Beginn des Rodeofestivals fand sie bisher jedes Jahr statt und so hält die Veranstalter, Touristen und Bürger Calgarys auch dieses Jahr nach dem Hochwasser nichts davon ab, ihre Tradition zu zelebrieren. Während dieser Zeit spielt die ganze Stadt verrückt. Alle Leute laufen mit Cowboystiefeln, -hüten, Jeans mit Gürtel und Hemden herum. Alles dreht sich nur noch um eines: The Greatest Outdoor Show On Earth. Dieses Festival beginnt üblicher Weise mit einer riesigen Parade durch Downtown. Diese Parade fand heute statt. Da Caren in der Touri-Info im Tower arbeitet, durften sie und ihre Kollegen auf dem Tower-Float an der Parade teilnehmen. So kam ich auch mit in de Backstage-Bereich und lernte dabei gleich meine zukünftigen Kollegen kennen. Als es dann so weit war, dass der Wagen starten sollte, streikte er erst einmal, was zu großer Aufregung und Enttäuschung führte. Denn alle, die mitfahren sollten, hatten die Nacht vor Aufregung kaum geschlafen und freuten sich wie Kinder kurz vor Weihnachten. Nachdem der Organisator den Wagen schon von der Parade ausgeschlossen hatte, bekam ihn der Fahrer doch noch zum Starten und dann ging es los. Marc meinte kurzerhand ich solle doch einfach mitlaufen und nach ein wenig Zögern fand ich mich plötzlich  anderthalb Stunden neben dem Float mit drei weiteren Mitarbeitern des Towers durch die Straßen von Calgary laufen. Dieses Erlebnis war einfach unfassbar unglaubwürdig genial. Hundertausende Besucher winken dir, fotografieren dich und rufen dir zu. Die Stimmung ist unglaublich. Da marschiert die kleine Jenny, ausgestattet mit Cowboy-Hut und Fahne, bei Nordamerikas größter Parade ein paar Wagen hinter Kanadas beliebten Astronauten Chris Hadfield und Calgarys Bürgermeister Nenshi mit. Das ist so unglaublich absurd, dass ich kein bisschen darüber nachgedacht und es einfach nur genossen habe. So etwas erlebt man nur einmal im Leben. Und dass es möglich ist, dass ich bei einer Parade mitlaufe, für die man als Einheimischer nur als Besucher Zugang hat, habe ich nur Caren und Marcs Connection zu verdanken. 
Dieses Erlebnis werde ich nie vergessen, weil es so spontan und einfach total überwältigend war.




Jenny

Freitag, 5. Juli 2013

Calgary - eine wundersame Stadt

Kanada Teil 2 / 04.07.2013

Flut!!!!

Nachdem in Deutschland das Hochwasser abgeklungen war, kam die große Flut in Westkanada. Ich hatte an der Ostsee nur in der Zeitung davon gelesen, allerdings wurde nur ein winziger Artikel dazu abgedruckt, der einen in keinster Weise eine Vorstellung vermitteln konnte, wie enorm das Wasser in der Stadt stand. 
Glücklicherweise ist die Flut gegangen, bevor ich gekommen bin, doch die Schäden sind gewaltig. Vorhin habe ich Bilder von herausgerissenen Brücken, Straßen und Gleisen gesehen, die halbe Stadt musste evakuiert werden. Ab heute befindet sich Calgary nicht mehr im Notstand. Unmengen von Freiwilligen halfen den Betroffenen, innerhalb weniger Tage wurden Straßen neu gebaut und Wege neu aufgeschüttet. Wer heute als ahnungsloser Tourist die Stadt betritt, merkt nicht sofort, was hier passiert ist.
Nicht mal anhand von Bildern und den sichtbaren Schäden bekommt man eine Vorstellung von der Lage vor einer Woche, weil das Wasser auf der einen Seite eine so extreme Wirkung hatte, aber auch weil auf der anderen Seite die Stadt und ihre Einwohner sofort bereitwillig unglaubliche HIlfe geleistet haben.
In keiner deutschen Stadt wären Wiederaufbauarbeiten so schnell und so bereitwillig geschehen wie hier und ich habe keine Ahnung, wie es möglich ist, so schnell so gut zu reagieren, wie es in der letzten Woche hier passiert sein muss...

Jenny

Donnerstag, 4. Juli 2013

Meine letzten Sommerferien beginnen

Ostsee & Kanada Teil 1 / 20.06.-04.07.2013

Genauso müssen große Ferien beginnen:

Mit sommerlichem Wetter, guter Laune, einem akzeptablen Zeugnis, funktionierender Technik, super Freunden und ganz großen Plänen für die kommenden sechs Wochen. 

 

Für mich heißt es in meinen letzten Sommerferien vor dem Abitur, eine komplett neue Herausforderung anzunehmen. Zum allerersten mal ganz alleine zu verreisen, ohne Eltern, Großeltern, Freunden oder Lehrer. Dazu sollte es auch noch eine meiner bisher größten Reisen werden.  Zehn Stunden Flug nach Calgary in Kanada für ein Praktikum in einer Touristinformation. Eine (fast) völlig fremde Tätigkeit in einer (fast) völlig fremden Stadt unter (fast) nur völlig fremden Leuten. Denn wohne tue ich bei einer ehemaligen Arbeitskollegin meiner Mutter,  und deren Mann, die vor ein paar Jahren von Deutschland nach Kanada ausgewandert sind. Letztes Jahr im Sommer haben meine Eltern und ich die beiden besucht und von Calgary aus eine Rundreise durch Alberta und British Columbia gemacht. Dieses Jahr sitze ich nun alleine im Flieger. Doch bevor es für mich an die Arbeit geht, habe ich noch ein paar Tage in Mecklenburg-Vorpommern verbracht.
Noch nie habe ich die Zeit an der Ostsee so genossen und detailliert wahr genommen. Wenn man bedenkt, wie schnell die Welt sich dreht und wie schnell sich die Dinge verändern, dann ist die Ostsee für mich eine Art Stabilitätsfaktor in meinem Leben. Ihre Wellen werden immer an die Strände und Steilküsten schlagen und ich werde immer das Gefühl beibehalten, dass ich schon als kleines siebenjähriges Mädchen bei einem Strandspaziergang gehabt habe. Es wird immer wieder neu entstehen, egal wie viele große Weltreisen man in der Zwischenzeit gemacht hat. Ans Meer komme ich immer wieder zurück und fühle mich immer wieder zu Hause.
Diesmal war es wie die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Alles war so vertraut, die zehn Tage in der Ferienwohnung total erholsam, bevor das Neue, Aufregende, aber wahrscheinlich auch Anstrengende beginnt. Ich habe die großen Kreuzliner beim Auslaufen verabschiedet, war groß Shoppen und habe natürlich schöne Strandspaziergänge gemacht. Natürlich war auch etwas Kultur dabei. Ich schaute mir live einen Teil der EM im Wasserspringen an, was spannender ist, als es sich vielleicht anhört, und besuchte das Rostocker Sommertheater My Fair Lady, was bei Weitem nicht so spannend war, wie es sich anhört. Darum bin ich schon jetzt voller Vorfreude auf das jährliche Bernauer Sommertheater von der Laura, damit ich nicht noch dazu komme, ein Theatermuffel zu werden. :P Zudem drehten wir den einen Abend eine Runde durch den Zoo Rostock, was definitiv toller war, als es klingt, da ich Ewigkeiten in keinem Zoo mehr war und auch dabei nette Kindheitserinnerungen wieder aufgekommen sind. Nur zum Baden reichten die Temperaturen nicht ganz.
Als ich mit meinen Eltern angekommen bin, haben wir uns mit meinen Großeltern getroffen und waren schön Essen. Außerdem habe ich zumindest kurz eine Freundin aus Kiel gesehen, bevor sie mit ihrer Familie auf der AIDA aus dem Warnemünder Hafen hinausfuhr und ich sie mit meiner Herz-Pappe  verabschiedet habe. Normaler Weise verbringen wir jedes Jahr zwei Wochen im Sommer zusammen an der Ostsee. Dieses Jahr musste ungefähr eine Stunde genügen. Dafür bekam ich noch Besuch von einem Freund aus der Schule. Obwohl wir uns so ziemlich jeden Tag sehen, hatte ich noch bis zu dem Montag in Warnemünde ein Bild von dem kleinen Jungen von ihm vor Augen, der er einmal vor elf Jahren gewesen ist. Ich bin vollkommen der Meinung, dass man ein Gesetz zur Bestimmung einer maximalen Körpergröße einführen sollte. Sonst wachsen die Menschen mehr und mehr gen Himmel, dass es nicht zum Aushalten ist. Obwohl das ja eigentlich eine weniger wichtige Rolle spielt, denn: „Nichts ist wertvoller als ein guter Freund, außer ein Freund mit Schokolade.“ (Charles Dickens)
Aber zurück zum Urlaub. Die letzten Tage, die ich in den Ferien noch als Urlaub bezeichnen kann, verwendete ich allerdings zum Koffer-Packen und Belesen, damit ich den Touristen in Calgary dann auch überhaupt ein paar Auskünfte geben kann.
Nach dieser schönen Zeit fuhren meine Eltern und ich am Dienstagmorgen mit dem Auto nach Hamburg. Dort haben wir noch einen erholsamen Sommertag verbracht. Über den Bahnhof ging es zum Chilehaus, wo wir im Slowman gegessen haben, was diesmal allerdings ein wenig enttäuschend war. Aber wenn du Jenny eine Fritzlimo in die Hand drückst, ist sie ja sowieso glücklich. ;) Anschließend liefen wir Richtung Hafen-City und später acuh zu den Landungsbrücken, von wo aus wir eine Hafenrundfahrt gemacht haben. Abends aßen wir gemütlich spanische Tapas und machten noch einen Rundgang durch die Speicherstadt vorbei am Rathaus und an der Straße mit dem wunderbaren Namen Herrlichkeit. Es war ja dementsprechend auch ein wirklich herrlicher Tag in einer so schönen Hafenstadt, in der zumindest bei solch gutem Sommerwetter alle Leute entspannt und zufrieden sind.
AM nächsten Tag war es dann soweit: Um vier Uhr morgens klingelte mich der Wecker aus dem Bett. Ich machte mich in Blitzesschnelle fertig und verabschiedete mich noch im Hotel von Mama, bevor Papa und ich hinüber zum Hauptbahnhof liefen. Von dort aus fuhren wir erst einmal vier Stunden lang mit dem ICE nach Frankfurt zum Flughafen. Ich checkte ein und gab meinen Koffer auf, voller guter Hoffnungen. Dann war auch der Abschied von Papa an der Reihe. Von nun an war ich ganz auf mich alleine gestellt. Ich ging durch die Passkontrolle und zielstrebig zu Gate Nummer C09, wo ich der Stunden vor der planmäßigen Abflugzeit ankam, durch die Kontrolle lieg und mir ein wenig Verpflegung für die Reise besorgte. Doch die Tatsache, dass ich bis dahin noch null Aufregung verspürt hatte, sollte nicht unbestraft bleiben. Als nach zwei Stunden noch immer nichts am besagten Gate ausgewiesen wurde, fingen ich und zwei Kanadier an, unruhig zu werden. Jedoch waren wir weit und breit die einzigen nach Calgary Wollenden und die Security konnte uns auch nicht weiterhelfen, obwohl wir am auf unseren Bordkarten ausgeschriebenen Gate waren und auch erst durch die Sicherheitskontrollen dahin gelangen konnten. Also fragten wir alle möglichen Leute und riefen überall an, bis man uns darauf hinwies, dass unser Flugzeug von Gate B54 gehen soll. So rannten wir zu dritt innerhalb einer halben Stunde zum richtigen Gate, um dort noch einmal durch die Kontrolle zu müssen, das gekaufte Getränk im Wahrsten Sinne des Wortes in die Tonne kloppen zu können, den Laptop zum wiederholten Mal auspacken zu müssen und schließlich auch noch die Schuhe ausziehen zu müssen, weil sie pieeeeeeeeeppp machten, was merkwürdiger Weise nur bei der zweiten Kontrolle der Fall war…
Jedenfalls kamen wir gerade so zur planmäßigen Boardingtime an. Aufgrund meines mangelnden Kleingeldes bekam ich von der einen Kanadierin sogar noch eine neue Flasche spendiert und so wurde sie auch noch ihre überflüssigen Münzen los. Ein paar Minuten später folgte dann die Durchsage, unser Flieger hätte technische Probleme und es wird frühestens in einer halben Stunde eine weitere Aussage gemacht werden können. Gut, dass ich dieses Mal alleine unterwegs bin… Gut, dass ich gerade wie eine Irre durch den halben Flughafen gerannt war… ^^
Eine Stunde später wurde das Gate dann endlich geöffnet und 15:45 Uhr, zweieinhalb Stunden später als geplant, erhob sich der Flieger dann sogar samt mir in die Höhe.
Ich genoss meinen Fensterplatz und las eine Weile, bis ich mir das wie immer überaus eklige Flugzeugessen hinunter wirkte. Immerhin war ich diejenige, die sogar von allem ein wenig probierte. Denn mein Sitznachbar verabscheute das Essen im Flugzeug genauso wie ich und bevorzugte gleichermaßen Schokolade. Ich unterhielt mich einige Zeit mit dem golfliebenden bosnischen Kanadier Dino, der ziemlich lachen musste, als ich ihm erklärte, dass sein Name im Deutschen eine Abkürzung von dinosaur sei. Den Rest des Fluges schlief ich und somit verpasste ich auch das Abendbrot, was vielleicht sogar ganz gut war, denn das Mittag fand wenig später auf dem Flughafen nach der Passkontrolle wieder seinen Weg nach draußen. Darauf ging es mir jedenfalls wieder besser und ich war sehr erleichtert, dass auch mein Koffer mit nach Calgary gekommen war. Draußen erwarteten mich schon Caren und Marc, bei denen ich die nächsten vier Wochen verbringen werde. Nach der Begrüßung fuhren wir kurz zum Supermarkt und anschließend zu ihnen nach Hause. Dort konnte ichc mich dann erst einmal einrichten, duschen und etwas Vernünftiges essen. Ich schaffte es sogar, bis um 22:00 Uhr kanadischer Zeit wach zu bleiben, bis ich schließlich, nach 26 Stunden unterwegs zu sein, total erschöpft ins Bett fiel und tief und fest einschlief.
Heute Morgen war ich dann erst alleine in dem riesigen Haus, weil Marc und Caren einmal wieder eine Autopanne hatten. So kam ich dazu, ein wenig zu lesen und den Eintrag zu schreiben. Die nächsten Tage sind so gut wie vollständig verplant, also wir es bald sicher wieder etwas zu berichten geben.

Jenny

Mittwoch, 19. Juni 2013

El viaje a España - Martes, el once de junio


Ibamos en la ciudad al bar en que habíamos comido el lunes tambíen y desayunamos aquí.  Entonces ibamos con nuestras maletas a la estación de autobuses y llegabamos antés 2 y una media hora en bus en Córdoba.

 


La ciudad es un símbolo para la existencía de diferentes religiones y culturas en conjunto. Componerse de un casco histórico con callejas estrechas con la Mezquita en el centro.





Cuando  habíamos llegamos la ciudad y habíamos visto nuestras habitaciónes en el hotel, ibamos a la oficina del turismo y después a la Galeria e la Inquisición, que es un museo de torturas. La exposición muestra los métodos de los tribunales del siglo trecentista. Para el visitante es posible comparar el tiempo de la persecución de los herejes con los Instrumentos de tortura en la exposición con nuestro tiempo, en que hay libertad y derechos humanos.
Después del museo ibamos por la Judería. Es un barrio antiguo de los judíos. Un otro monumento es el Puente Romano. Ese puente atravesa el río Guadalquivir. Los Romanos lo habían construido en 45 a.C.
Luego explorabamos la ciudad en grupos. Una amiga y yo ibamos un camino muy desconcertador. Empezamos nuestro excursión al lado de la Mezquita al Triunfo de San Rafael de la Puerta del Puente. Es un de los muchos triunfos existentes en la ciudad de Córdoba dedicados al arcángel San Rafael, ángel custodio de la ciudad. Tiene una altura a los veintisiete metros. Antés del Triunfo ibamos por las calles hasta llegamos a la Plaza Seneca y fuimos muy triste porque el filósofo romano no tiene una cabeza en su estatua.  Después ibamos a la Plaza de la Corredera. Aquí está el concejo municipal de la ciudad y antés corridas, funciónes de teatro y ejecuciónes de herejes tenían lugar aquí. Había ser el centro de la ciudad antés algunas años. Al lado de la Plaza existen ruinas de un templo romano. Al nuestro regreso al hotel encuentramos a diferentes plazas pequenas.
Nuestra cena comimos a una bar de tapas. Era un poco dificil pedir los diferentes platos porque todo de nosotros quiso otro comida pero al final la cena era muy rica y era interesante probar diferentes tapas.
Al término del día pasíamos el Puente Romano y las callejas otra vez.

Jenny

Spanienfahrt vom 09.06.2013 bis 14.06.2013


Vier verwöhnte Mädels, ein verpeilter Junge und ein planloser Lehrer unterwegs in drei andalusischen Städten bei 39°C.

 

 Die Reise begann früh morgens mit dem Flug vom  warmen Berlin aus nach Málaga und  anschließend mit dem Bus weiter in die Stadt Granada, unser Aufenthaltsort für die ersten beiden Tage. Dort angekommen fing unsere kleine Reisegruppe sofort an zu frieren, da jeder sich auf spanische Sommertemperaturen eingestellt hatte, welche sogar schon in Deutschland die letzten Tage vor der Abreise herrschten.  Leider erwies sich dies als komplette Fehleinstellung und so zogen wir uns direkt nach dem Verlassen des Busses alle Jacken über, die wir in unseren vollgestopften Koffern auftrieben konnten. 
Währenddessen suchten wir unser Hotel auf, welches von außen einen eher verwahrlosten Eindruck machte. Der Innenhof machte diesen allerdings sofort wieder wett und wir bekamen Hoffnung für unsere Zimmer. In die konnten wir jedoch natürlich noch lange nicht einziehen, da erst einmal auf irgendeine dumme Art und Weise gar keine gebucht waren. So ging es uns auch in den anderen beiden Städten, die wir in der Woche besuchten. Wozu bucht man schließlich eine Reise über eine Reisegesellschaft…  Glücklicher Weise bekamen wir aber doch noch Zimmer, die wir schließlich auch nach ein paar Stunden Reinigung beziehen konnten. Unser Lehrer legte alle Überraschungen der Zimmer und Buchungen, die nicht geklappt hatten, und bei der dritten Unterkunft auch nicht mehr überraschend waren, als spanische Mentalität ab. Allgemein hielt unser Spanisch-Lehrer scheinbar wenig von einer Aufsichtspflicht, da wir ihn die meisten Tage nur einmal morgens und einmal abends zu Gesicht bekamen, worüber sich natürlich keiner beklagen konnte.
Trotzdessen liefen wir jeden Tag um die 3 bis 4 Stunden und bekamen dafür auch ziemlich viel zu sehen. Auch das Wetter war schon am zweiten Tag viel besser und so hatten wir die restliche Woche Temperaturen bis 40°C.
 
In Granada besuchten wir die Kloster auf dem Berg Sacromonte, an dem die Stadt liegt und von wo aus wir eine atemberaubende Aussicht genossen. 

 






Am Montag besichtigten wir dann die Alhambra (dt.= Rote Festung), eine von islamischen Herrschern bewohnte Stadtburg, die beispielhaft für die maurische Kultur ist. Auf dem Weg zurück in die Innenstadt wurden wir von einer Kräuterfrau erst gesegnet und anschließend verflucht, was uns ein wenig Angst einjagte. Den Rest des Tages verbrachten wir damit zu shoppen, die Kathedrale von außen zu besichtigen und durch die Gassen zu schlendern. Eines der Highlights von Granada war zweifellos unser selbstgemachtes Abendbrot, welches aus harten Nudeln, Sangria mit Wassermelone und Clowns-Geschichten bestand. 







Die nächste Station unserer Rundreise stellte die wunderschöne Stadt Córdoba mit ihren verwinkelten Gassen und der mittelalterlichen Altstadt dar. Dorthin kamen wir mit einem super ausgestatteten Bus, in dem plötzlich ganz leise im Radio ein Lied von Passenger gespielt wurde.
Programmpunkte in Córdoba waren unter anderem ein Foltermuseum und die Puente Romano (dt.= Römische Brücke) über dem Guadalquivir. In unserer freien Zeit besuchten wir die Plaza Seneca, mit einem kopflosen Standbild des römischen Philosophen und die Plaza de la Corredera, auf welcher früher Theateraufführungen, Stierkämpfe und Ketzerverbrennungen stattgefunden hatten. 
 
Mittelpunkt der Stadt bildete jedoch die große Moschee Mezquita, welche eine Verschmelzung arabischer und christlicher Baukunst und Kultur darlegt. 




 

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Alcázar de los Reyes Cristianos (dt.= Schloss der Christlichen Könige), von wo aus die Militäraktionen der Katholischen Kirche damals gesteuert wurden. Zudem hat man von oben eine hervorragende Aussicht über die gesamte Stadt und kann einen erholsamen Spaziergang in den wunderschönen Gärten machen. 1486 wurde selbst Kolumbus dort empfangen und lief annehmbar auf denselben Steinen wie wir am Dienstag. 
Auch zum Shoppen bietet Córdoba Möglichkeiten, jedoch sollte man nicht unbedingt zur Siesta-Zeit auf die Idee kommen, einkaufen zu wollen. So standen wir nämlich vor geschlossenen Läden und wurden dann von gruseligen Männern verfolgt. 

Dafür konnte man das Abendbort in Córdoba nur loben. Dienstag waren wir super lecker Tapas essen, wobei es im Anschluss eine kleine Auseinandersetzung über das Trinkgeld mit unserem Lehrer gab und Mittwoch splittete unsere Gruppe sich zum Paella- und Tortilla-Essen. Beim Tortilla-Essen war es in dem schönen Innenhof allerdings leicht unbehaglich aufgrund der uns durchgängig beobachtenden Kellner. 

Als Abschluss unseres Aufenthaltes stand eine Pferdeshow an, bei der die Hälfte unserer kleinen Reisegruppe fast verdurstet ist und es auch nur eine bzw. anderthalb Personen davon begeistert werden konnte. Ohne Kenntnis und Interesse für Pferde war diese Show leider komplett unnötig und nichtssagend. Der Abend wurde dennoch sehr lang, da wir zu sechst auf der Terrasse eines Cafés saßen und bis in die Nacht redeten. 

Der Donnerstag begann damit, dass wir komplett verschlafen hatten und so genau 16 Minuten hatten, um uns fertig zu machen und unserer Koffer zu packen. Das sollte eigentlich schon ein eindeutiges Zeichen sein, dass dieser Tag nur chaotisch werden konnte. Denn nach der Zugfahrt zurück nach Málaga wollten wir in unser Hostel einchecken, welches natürlich nicht gebucht war und wodurch gleich ein wenig schlechte Stimmung verbreitet wurde. Bevor wir dann auf die Zimmer konnten, machten wir erst einmal einen kleinen Rundgang durch die Stadt. Dabei liefen wir durch die Shoppingstraße, kamen an Ruinen eines römischen Theaters vorbei und besuchten die Alcazaba (dt.= Festung), von der wir auch über die Hafenstadt einen atemberaubenden Ausblick bekommen haben. Jedoch war dies das einzige Mal 
                                           bei dem ich wirklich Sonnenbrand bekommen habe. 

Des Weiteren lagen wir so ziemlich den kompletten Tag am Strand und schlenderten noch durch den Markt, wo wir zahlreiches Obst für unseren Obstsalat als Abendbrot besorgten. Im Hostel gab es dann erst einmal Aufregung, da wir unsere Zimmer irgendwann dann doch belegen konnten und, nachdem wir unterwegs gewesen waren und zurückkehrten, eine Asiatin aus unserem Zimmer gestürmt war. Dabei stellte sich heraus, dass das Hostel nach Betten vermietet wurde, sodass möglichst viele Betten belegt waren. Wir klärten das Problem an der Rezeption, doch nachdem wir Abendbrot gegessen hatten, dabei andere Deutsche Hostel-Bewohner kennengelernt hatten und abends noch ein Eis in der Stadt gegessen hatten, wurde eines unserer beiden noch freien Betten neu verteilt, sodass wir mit einer komplett fremden Irin in einem Zimmer geschlafen haben. Irgendwann fanden wir das ganze Chaos so lustig, dass wir auch nicht mehr groß überrascht waren, als morgens die nächste Mitbewohnerin aufkreuzte. Die Nacht war zudem sehr laut und unruhig, sodass wir am nächsten Tag alle komplett erschöpft waren und irgendwie auch nur noch nach Hause wollten.
 
Die Reise war echt interessant. Auf der einen Seite total schön, lustig und erlebnisreich. Es hat super Spaß gemacht mit so wenig Leuten eine Kursfahrt zu machen wir haben sehr viel Spanisch gesprochen und wunderschöne Städte besichtigt. Mir persönlich hat Córdoba am besten gefallen und Málaga war dann schon wieder etwas zu groß, war aber dafür endlich eine Stadt am Meer. Auf der anderen Seite habe ich selten eine so planlose und unorganisierte Reise mitgemacht, was aber dem Ganzen auch wieder an Erfahrung und Belustigung hinzugefügt hat.
Insgesamt hat es sich also auf jeden Fall gelohnt und Andalusien wird für mich immer wieder eine Reise wert sein. 

Jenny

Samstag, 13. April 2013

Fernweh...




    Das Leben ist eine Reise. 
    Und jede Reise ein herrliches     
    Abenteuer.

    Ich wünsche dir von ganzen     
    Herzen, dass du noch lange   
    unterwegs bist.