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Mittwoch, 23. September 2015

Eine prachtige Reis´

06.09. - 10.09.2015

Um uns mal ein wenig zu erkundigen, was uns in unserem Studium so erwartet und vor allem wie wir ab nächstem Jahr so leben werden, ging es für ein paar Tage in die Niederlande. 



Unser erstes Ziel: die Uni-Stadt  Leeuwarden. Nach einer siebenstündigen Zugfahrt Richtung Westen kamen wir in der Heimat von Yen und ihrem Freund Rienk an. Die beiden hatten wir zuvor übers Couchsurfen kontaktiert und die kommenden beiden Nächte bei ihnen übernachtet. Da sie mit dem gleichen Zug von ihrem Wochenendausflug am Bahnhof ankamen, liefen wir gleich zu viert zum Haus. Unser erster Eindruck von der Stadt – an jeder Ecke erkannte einer von uns: „Guck mal da, das ist ja mega schön!“ Und so ging es dann den ganzen Weg lang. Abends drehten wir abermals mit unseren niederländischen Gastgebern eine Runde durch die Stadt und sahen zum ersten Mal unsere wohl zukünftige Universität. Yen und Rienk haben uns toll herumgeführt und so einige interessante Stories über das Leben hier berichtet. Leeuwardens Stadtbild besteht aus Grachten, Brücken, bunten Häusern und Segelbooten. Am folgenden Tag stand eine Besichtigung der Stenden auf dem Plan. Von einer netten Studentin, auch aus Deutschland, wurde uns jeder Winkel gezeigt und wir hatten die Chance in einen Kurs als auch in eine Vorlesung reinzuschnuppern. Abends waren wir von den vielen Eindrücken völlig geschafft, aber der Entschluss im nächsten Jahr zusammen hier her zu ziehen hatte sich nur noch einmal bestätigt. 












Am nächsten Tag nahmen wir auch schon den Zug nach Amsterdam. Die Hauptstadt lag nun nicht unbedingt auf der Strecke, aber wenn man schon mal in den Niederlanden ist, konnten wir diesen Ausflug ja nicht einfach auslassen. In Zukunft werden wir wohl sicher des Öfteren Amsterdam einen Besuch abstatten und von daher haben wir in den nächsten Tagen auch alles ganz in Ruhe erkundet. Gewohnt haben wir in einem Hostel etwas außerhalb der Innenstadt. 



Ja Amsterdam, bzw. wahrscheinlich die Niederlande an sich, ist schon eine ganz eigene Welt. Besonders an der Hauptstadt sind uns zumindest so einige Sachen aufgefallen:
  • bunte, schiefe, schmale Häuser
  • Grachten, in denen sich die Häuser spiegeln
  • Brücken über den unzähligen Grachten 
  • bunt blühende Blumen an den Brückengeländern 
  • so viele Fahrräder, wie wir in unserem Leben noch nicht gesehen haben
  • super leckere Smoothies, die man direkt im Supermarkt kaufen kann
  • eine Menge unglaublich schöner Hausboote
  • Kirchtürme und noch mehr Kirchtürme
  • Waffeln, Donuts, Macarons, Crepes und allerlei andere Süßwaren mit einer fetten Schicht Schokolade und Streuseln überzogen
  • Coffeshops, durch die das ganze Stadtviertel nach Gras riechen
  • Käse an jeder Straßenecke
  • Stehklos auf den Gehwegen
  • hatten wir schon die wunderschönen Häusereihen erwähnt??






















  







So haben wir drei Tage im Grunde damit verbracht umher zu laufen, im Vapiano zu essen, den Anblick der Gassen und Grachten zu genießen und die Eigenheiten Amsterdams zu erkunden. Wir freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen.




Laura und Jenny

Freitag, 28. August 2015

Zusammen unterwegs in der Heimat

Nach einem Jahr in der Weltgeschichte herum zu reisen, leben wir uns nun wieder in den Deutschen Alltag ein. Immerhin können wir zurzeit unser eigenes Land ein bisschen mehr erkunden. Neben Ausflügen nach Rostock zum Segelfest "Hanse Sail", in den Spreewald zum Paddeln und nach Sachsen und Thüringen, um Familie zu besuchen, schmieden wir auch schon wieder so einige Reisepläne fürs Ausland. Bis dahin haben wir uns aber einfach mal spontan eine Woche Zelten auf Rügen gegönnt. Obwohl wir nachts zumal das Gefühl hatten, es würde uns mitsamt unserem Zelt wegwedeln aufgrund des andauernden extremen Windes, war es echt erholsam mal wieder rauszukommen und etwas zu unternehmen. Von unserem Campingplatz in Prora neben der gigantischen Anlage des unvollendeten KdF-Seebads ging es per Strandwanderung nach Binz, mit dem Rad nach Sassnitz und zum Kreidefelsen und mit dem Auto in die Altstadt von Stralsund.


Völlig durch den Wind 
Hannibal II und Jesper wieder vereint





Die Kreidefelsen nahe des Königsstuhls in Sassnitz


Ein Meer aus Masten...
...bei der Hanse Sail in Rostock!

Laura & Jenny

Sonntag, 20. Juli 2014

Eine erfolgreiche Segelsaison geht vorerst zu Ende…

Meine diesjährige Thor-Zeit neigt sich leider schon dem Ende. Fast einen Monat habe ich auf den verschiedensten Törns in diesem Jahr auf der Thor Heyerdahl verbracht. Mal mit mehr und mal mit weniger Wind, Flaute oder dem wohl bekannten Wind aus der falschen Richtung. Dennoch ein Hoch auf das sonnige Wetter und die daraus resultierende Zeit in meiner Hängematte. Jeder Törn war sehr lehrreich, stets ereignisreich und voller neuer Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen (auch hier mal mehr und mal weniger motiviert, wie ich feststellen musste). So hat es mich in der westlichen Ostsee drei Mal nach Marstal, einem kleinen Städtchen auf Ærø, verschlagen sowie nach Lyø, Sønderborg und Als. Besonders beeindruckend war dabei sicherlich der Als Sund und Als Fjord als märchenhafte Kulisse.





Jesper und die Thor 


Jede Reise hat da noch so ihre Highlights…zu erwähnen wäre da auf jeden Fall die Pancake-Kombüsenparty mit den weltbesten Pancake Kreationen (Schinken, Käse, Eis, Kirschen, Apfel, Zucker und Zimt, Sahne…), an dieser Stelle ein Dank an Imke :D (währenddessen lief übrigens gerade das legendäre Fußballspiel gegen Brasilien, aber ich glaube wir hatten genauso viel Spaß und Freude). Außerdem habe ich dieses Jahr zwei Mal miterlebt wie wir fast Vollzeug gesegelt sind (sogar mit Flieger, den wir mal aus seinem Winterschlaf geholt haben). Dieser Anblick ist natürlich immer eine Fotosafari wert und zum ersten Mal mit Jesper! Nach meinen letzten drei Törns kann ich ganz stolz verkünden, das ich meine bootsmännischen und auch technischen Fähigkeiten sehr verbessert habe, dank vieler lieber Menschen, die sich seeehr viel Zeit für mich genommen haben! Erneut ein Dank an dieser Stelle ;)



Und zu guter letzt noch die Rinderhackfleischaktion, welche ich wohl nicht so schnell vergessen werde! Aus heiterem Himmel aßen mehrere auf einem Jugendtörn angeblich kein Schweinefleisch, was nur sehr unpraktisch war, da für die geplante Bolognese nur gemischtes Hack an Bord war. Was für ein Drama… Da wir jedoch noch vor Anker lagen kam ein Schlaumann daher und meinte wir könnten doch noch schnell welches im Tante-Emma-Laden im Hafen besorgen. Diese Chance haben Kathrin, Maria und ich sofort ausgenutzt, um doch mal ganz allein mit dem Dinghi auf große Fahrt zu gehen. Und schwups durften wir drei mit dem Dinghi an Land fahren und das Rinderhack besorgen (welches übrigens letztendlich nicht im Tante-Emma-Laden gab und wir deshalb noch eine kleine Wanderung in die Innenstadt vornehmen muss…aber was tut man nicht alles fürs Rinderhack). Ja auch mit solchen Themen schlagen wir uns an Bord rum und das sind genau die Aktionen, die den normal klingenden Tagesablauf auf der Thor unvergesslich machen.


Fast hätte ich vergessen von dem unglaublich tollen Törn auf einer Yacht zu berichten, der natürlich genauso zu meinen diesjährigen Segelerfahrungen zählt! Zu acht (7 weitere Thorler) haben wir uns eine im IKEA-Stil eingerichtet hochmoderne 44-Fuß Yacht über Pfingsten gemietet (auch Jogurtbecher genannt). Es ist schon ein wenig ‚anderes Segeln‘ , aber es macht definitiv genauso viel Spaß! Bei Flaute waren wir einfach mitten auf der Ostsee baden, haben dabei den Rettungsring als Bananenboot genutzt und uns ziehen lassen. Mit ein wenig mehr Wind am Folgetag haben wir uns auf eine kleine Verfolgungsjagd aufgemacht und haben der Thor einen kleinen Besuch vor Ærø abgestattet. Um rechtzeitig wieder in Laboe festzumachen sind wir durch die Nacht wieder Richtung Süden gedümpelt, aber hatten einen unvergesslichen Sonnenuntergang sowie -aufgang und mit Schlafsack am Ruder stehen war schon schön. Am Montag hatten wir dann nochmal schönstes Segelwetter und so haben wir die letzten Stunden noch bestens ausgenutzt.

Spiegelglatte See...

...Zeit zum baden!


Ganz ohne Thor geht es eben doch nicht ;)

In den Sonnenaufgang segeln!
Insgesamt sind dieses Jahr über 500 Seemeilen zusammen gekommen und wer weiß, vielleicht finde ich mich ja schon bald auf einem neuseeländischen Segelschiff wieder… 

Laura