Mittwoch, 10. Juni 2015

Endlich wieder Segeln!

14.05. – 25.05.2015


Auckland, Segeln im Hauraki Golf

Die Karte ist dieses Mal kein Stück detailgetreu, nur damit ihr ein kleinen Eindruck bekommt...

Die zehn Tage segeln auf der „Spirit of New Zealand“ war ein riesen Highlight meiner Reise und ich bin immer noch so glücklich darüber, dass ich das noch so kurzfristig erleben durfte! In den zehn Tagen haben wir so viel gemacht und es sind so unendlich viele Bilder entstanden, dass es mir dieses Mal besonders schwer fällt, dass alles in Worte zu fassen und vor allem Bilder auszusuchen…

Die „Spirit of New Zealand“ ist ebenfalls ein Dreimaster und wir waren 53 Mann an Bord, so wie ich es ja eigentlich meist gewohnt bin. Die 41 Trainees waren Schüler (15-18 Jahre) aus ganz Neuseeland, die aufgefordert in diesem Alter an der pädagogischen Reise teilzunehmen, was wiederum auch stark von den Schulen promotet wird. Die Stammcrew ist fest angestellt und dazu kommen noch vier Volontärs, die als Wachführerassistenten arbeiten und zwei „Leading Hands“. Da sie mich quasi „zusätzlich“ mitgenommen haben gab es bei uns fünf Wachführerassistenten und ich hatte zusammen mit John eine Wache. Darüber war ich im Endeffekt sehr glücklich, weil wir als Wachführerassistenten doch mehr Verantwortung hatten als ich anfangs dachte. Ich war also immer für den seglerischen Part zuständig und John hat das pädagogische übernommen, was eine sehr gelungene Aufteilung war!




Unser Tag begann jeden Morgen um 6:30 Uhr kurz vor Sonnenaufgang. Um 6:31 sind wir dann bereits in Badezeug ein wenig an Deck rumgelaufen und nach einem kurzen Aufwärmprogramm dann der kalte (!!) Sprung ins Meer (und das jeden Morgen wohlbemerkt!). Danach war man zu 110% wach… Den einen Morgen haben uns sogar die Delfine besucht, allerdings wollten sie nicht mit uns Schwimmen und kamen erst wieder als wir fertig waren… Jedoch haben sie uns in den ersten Tagen während dem Segeln häufiger besucht! Nach dem Frühstück sind wir dann meist gesegelt und am Nachmittag dann wieder in einer schönen Bucht vor Anker gegangen und am Abend gab es dann immer eine spannende Unterhaltung wie lustige Strandspiele oder Wettspiele in der Messe.

Delfine!!!
Ganz genau hinschauen, da springt gerade ein Delfin aus dem Wasser bei Sonnenaufgang!
Verlassene Strände sind ganz normal in Neuseeland...

Strandspiele...
Unsere Route führte uns zuerst in den Norden und das weiter als bei den „normalen“ Reisen so üblich, denn Mate Ben hatte zu Beginn den Wunsch geäußert doch einfach mal zu den „Poor Knights Islands“ zu segeln. Die Winde dafür waren sehr gut und so hatten wir das Ganze als Überraschung für die Trainees gemacht. Die Poor Knight Islands gehören zu einen der bekanntesten Tauchgebiete der Welt. Natürlich sind wir dort nicht getaucht und auch das Betreten ist nicht erlaubt, aber es gibt dort eine ziemlich große Höhle, wo man mit dem Boot reinfahren kann und der Sound dort drinnen ist einfach unglaublich spektakulär! Da sie mich gleich am Anfang mal so nebenbei als „Boatgirl“ ausgebildet haben, also eine weitere Person die in den motorisierten Beibooten mitfahren muss zur Sicherheit, durfte ich bei jeder Tour in die Höhle mitfahren und die einen oder anderen Gesangseinlagen der Trainees lauschen. Der kurze, aber spannende Ausflug zu den Poor Knight Islands war also auf jeden Fall eine gelungene Überraschung.

Auckland's Skyline beim Asulaufen
Die Schönheit und vor allem die gesamte Höhle in einem Foto wiederzugeben ist leider nicht möglich, aber hier sieht man mal die abnormale Farbe des Wassers...
Aus der Höhle heraus fotografiert, was ein klein wenig die Ausmaße zeigt...
Am Nachmittag ging es dann gleich weiter zur Great Barrier Island. Dort lagen wir gleich zwei Tage vor Anker und haben am ersten Tag eine Wanderung auf einen Berg gemacht. Mit 40 Teenagern eine interessante Erfahrung, aber leider haben wir es aufgrund von Zeitproblemen nicht auf die Bergspitze des Mount Hobsen geschafft,  sondern „nur“ bis zu einer Hütte kurz davor, die jedoch schon ein super Ausblick hatte! An dieser Stelle muss ich auch mal wieder sagen, dass ich unheimlich beeindruckt war, wie unglaublich schön und vor allem anders diese Insel mal wieder ist nach all dem, was ich bereits von Neuseeland gesehen habe. Am zweiten Tag hieß es dann Lugger (kleines Segelboot mit einem Segel für 10 Leute) segeln für die Trainees und dabei durfte ich wieder mit Beiboot fahren und die Trainees beaufsichtigen, was eine lustige Angelegenheit war. Dafür haben wir zum Beispiel auch ein kleinen Snack in eine Dose gepackt und diese ins Wasser geschmissen und die Trainees mussten diese während dem Segeln aufgabeln :D Wir als Crew hatten dann in der Mittagspause noch unser Vergnügen mit den kleinen Segelbooten! Am Abend ging es an Land, wo wir Würstchen über dem Lagerfeuer gegrillt haben, gesungen haben und Marshmallows gegessen haben. Im Dunkeln mussten wir dann zurück zur Spirit und dieses mal mussten wir auch als Aufsichtspersonen mit den Trainees zusammen paddeln anstatt im Motorboot zu fahren und es war wirklich Wahnsinn, denn ich habe zum ersten Mal das Meeresleuchten gesehen!!


Der Blick in die Ferne beim Wandern auf den Mount Hobsen...
Die letzten Tage hieß es nochmal Segeln bis runter nach Coromandel und dann entlang der schönen Inseln, die der Hauraki Golf so zu bieten hat und das bei stürmischen Wetter und auch Sonnenschein oder also bei typisch neuseeländischen Wetter… Ich habe glaube ich auch noch nie so viele Regenbogen in so kurzer Zeit gesehen! Es war zudem schön zu sehen, wie selbstständig die Trainees mittlerweile zusammen gearbeitet haben und ich war ein wenig stolz, dass ich dazu ja auch mein Teil begetragen habe und mein Wissen auch in Englisch vermitteln zu können. Am vorletzten Tag gab es dann noch den „Trainee-Day“ (= Schiffsübergabe), wo die Trainees die Verantwortung für das ganze Schiff übernommen haben und wir nur zuschauen durften und auch das hat super geklappt. Wir als Crew haben gesagt, dass es ein organisiertes Chaos war, was es wirklich war :D





Insgesamt war es nicht nur für die Trainees, sondern auch für mich ein großes großes Abenteuer mit schönsten Sonnenaufgängen sowie Untergängen, dem besten Essen, was ich in den letzten 9 Monaten hatte, viel Spaß, lustigen Erlebnissen, neuen Eindrücken von Neuseelands Landschaft, die einfach nie langweilig wird, schönsten Sternenhimmel und vor allem vielen neuen Bekanntschaften, die mir es noch schwerer machen, so langsam Abschied von Neuseeland zu nehmen… Eines steht auf jeden Fall fest, ich werde definitiv sobald es geht wieder hierher zum Segeln kommen! Am liebsten schon morgen…



Laura

PS: Das sind wirklich nur ganz ganz wenig Bilder........

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