Dunedin
01.02. – 19.02.2015 – Tag 145-162

Meine Zeit in Dunedin verging unheimlich schnell. Ich war
jetzt fast drei Wochen hier und die Stadt hat es mir echt angetan. Reisen ist
zwar wunderschön, aber eine Pause tut auch mal ganz gut. Deswegen sind Franzi
und ich erst einmal von Te Anau nach Dunedin gefahren. Wir wollte das per
Anhalter machen, was jedoch zum ersten Mal nicht geklappt hat und wir so erneut
in Invercargill gelandet sind, wo uns Wendy natürlich herzlichst aufgenommen
hat. Am nächsten Tag ging es dann mit dem Bus weiter nach Dunedin. Dunedin ist
die zweitgrößte Stadt der Südinsel, wird als "Edinburghs" Neuseelands bezeichnet und ist wirklich richtig schön im Vergleich zu
den restlichen neuseeländischen Städten! In der Stadt gibt es viele ältere
Gebäude, schicke Kirchen (allein mal wieder Kirchenglocken zu hören ist was
feines), eine Artgallerie, interessante Museen und einen hübschen Bahnhof. Das
ganze ist eine Studentenstadt, was man besonders jetzt in der letzten Woche
gemerkt hat, nachdem die Semesterferien hier in Neuseeland vorbei sind. Das
Universitätsgelände ist riesig und wenn man da so durchschlendert fühlt man
sich wie bei Harry Potter. Die Stadt allein ist aber noch nicht alles, was mich
so fasziniert. In 45 Minuten kann man zu Fuß einen wunderschönen Strand
erreichen, rund um Dundein gibt es die tolle Hügellandschaft und dann gibt es
auch noch eine Halbinsel, die „Otago Peninsula“. Diese haben wir zusammen mit der
lieben Floor (aus den Niederlanden) erkundet, die uns in ihrem Auto mitgenommen
hatte. Auf der Halbinsel gibt es Pinguine, Albatrosse und Seerobben und um
diese sehen zu können muss man jedoch bezahlen, aber die Seerobben konnte man
auch so einfach ganz entspannt am Strand antreffen und spielend im Wasser
beobachten. Obwohl wir direkt vor ihnen standen haben sie sich kein bisschen
davon stören lassen.
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| Ganz relaxte Robben :) |
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| Ein Regenbogen! |
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| Strand auf der Otago Peninsula |
Nachdem Franzi nach ein paar Tagen weitergezogen ist, habe
ich kurzfristig einen Job in einem Hostel bekommen und habe hier zwei Stunden
am Tag gearbeitet und musste dafür nichts für die Unterkunft zahlen. Heißt
Betten machen, Küche und Bäder putzen, saugen, wischen…. Cheryl, die Hosteldame,
ist schon etwas älter und nennt all ihre Gäste „Sweetheart“, „Lovely“ oder
„Darling“. Sie ist wirklich seht nett, aber auch manchmal ein wenig eigenartig
(so auch die Einrichtung im gesamten Hostel: stets eine Mischung aus Bildern,
die wirklich in keinster Weise zusammen passen). Es waren immer noch zwei
weitere Arbeiter da, mit denen ich mich super verstanden habe. Eva (natürlich auch
aus Deutschland) war die ganze Zeit da und wir haben viel zusammen unternommen.
Generell waren wir immer zusammen einkaufen, in der Stadt unterwegs und haben
fast jeden Abend zusammen etwas feines gekocht und danach noch einen Film
angeschaut. Es ist schön, Leute um sich zu haben mit den man so viel Lachen
kann! Das Wetter war oft gruselig, heißt super windig, regnerisch und grau. Das
Gute ist, wenn man längere Zeit an einem Ort ist, kann man seine
Vornehmungen einfach auf einen Tag mit besserem Wetter verschieben und auch
einfach mal einen faulen Tag im Hostel z.B. mit Puzzeln verbringen ohne gleich
ein schlechtes Gewissen zu haben, irgendwas spannendes zu verpassen. Die Tage
mit dem besseren Wetter wurden gleich feierlich am Strand verbracht, wo ich den
Surfern ganz gespannt beim Surfen zugeschaut habe und einen schönen Platz auf
den Klippen gefunden habe. Zwei Tage lang war Kathleen (aus den USA, die ich damals in Whitianga kennengelernt hatte) in Dunedin
und ich habe mir von ihr die Uni zeigen lassen, in der sie selbst vor ein paar
Jahren mal studiert hat und auch einen entspannten Tag mit Sonne am Strand
genossen. Mein Highlight war eindeutig der „Tunnel Beach Track“, welchen Eva
und ich in aller frühe um sechs Uhr Morgens gemacht haben. Man hat nämlich nur
Zugang zum Strand wenn Ebbe ist und die war zu der Zeit nunmal am Vormittag und
da wir halb elf anfangen mussten zu Arbeiten blieb uns nichts anderes übrig,
als im Dunkeln loszustapfen und nach anderthalb Stunden sind wir dann beim
eigentlichen Track angekommen. Den Sonnenaufgang hatten wir dabei die Ganze
Zeit im Rücken und als wir bei den unfassbar schönen Klippen ankamen war sie jedoch
bereits oben. Ich hab mich darüber ein wenig geärgert, da dieser wirklich
blutrot war…deswegen werde ich hier eines Tages nochmal bei Sonnenaufgang
zurück kommen! Dennoch waren die Klippen und die Morgensonne einfach super
schön und echt beeindruckend.

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| Strand von Dunedin |
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| Blick von der Klippe |
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| Blick auf einen weiteren Strand |
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| Eigenartige Farben von der Kamera, aber dennoch sieht man die Promenade Dunedins |
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| Tunnel Beach Nr. 1 |
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| Tunnel Beach Nr. 2 |
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| Tunnel Beach Nr. 3 |
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| Tunnel Beach Nr. 4 |
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| Ich und Kathleen bei schönsten Sommerwetter am Strand |
Ich muss auf jeden Fall noch erwähnen, das im Umkreis von
Dunedin alles ziemlich hügelig ist, wodurch auch die Straßen teilweise ziemlich
steil waren. Es gibt hier auch die steilste Straße der Welt, welche wir
natürlich auch erfolgreich erklommen haben und die schlimmste Straße war
eindeutig die zu unserem Hostel hoch. Denn die „High Street“ hat ihren Namen
alle Ehre gemacht, aber ich würde schon behaupten, das ich da nach täglichem
Training am Ende schon weniger schnaufend hochgelaufen bin! Nach drei Wochen
ein klein wenig Alltag habe ich mich auf die bevorstehende Reiseetappe echt
gefreut, war aber gleichzeitig echt traurig das kleine gemütliche Hostel
verlassen zu müssen!
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| "Baldwin Street", die steilste Straße der Welt |
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| Unsere Straße zum Hostel hoch mit Vollmond (wirkt nur leider nicht so steil, wie sie in Wirklichkeit ist) |
In dieser Zeit war übrigens auch der Tag der Halbzeit
meiner gesamten Reise gekommen. 157 Tage liegen hinter mir und weitere 157 Tage
vor mir. Gruselig, wie schnell die Zeit hier vergeht!! Letzte
Woche musste ich dann auch schon mein Rückflug buchen, was mich echt viele
Nerven gekostet hat, denn den malaysischen Akzent zu verstehen ist schon eine
Herausforderung. Ich habe lange hin und her überlegt, aber mich letztendlich
doch entschieden meine Neuseelandzeit ein wenig zu verkürzen, habe aber dafür
mehr Zeit in Asien rangehängt. Ich bin echt super gespannt, was mir die nächste
Zeit noch so bringt und werde sicherlich jeden einzelnen Tag weiterhin genießen!
Die kommende Woche werde ich mich wieder nach Auckland aufmachen, denn unsere
geplante Samoa-Reise steht auf dem Plan!!
Laura
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