Samstag, 14. März 2015

Arbeiten in Dunedin

Dunedin


01.02. – 19.02.2015 – Tag 145-162



Meine Zeit in Dunedin verging unheimlich schnell. Ich war jetzt fast drei Wochen hier und die Stadt hat es mir echt angetan. Reisen ist zwar wunderschön, aber eine Pause tut auch mal ganz gut. Deswegen sind Franzi und ich erst einmal von Te Anau nach Dunedin gefahren. Wir wollte das per Anhalter machen, was jedoch zum ersten Mal nicht geklappt hat und wir so erneut in Invercargill gelandet sind, wo uns Wendy natürlich herzlichst aufgenommen hat. Am nächsten Tag ging es dann mit dem Bus weiter nach Dunedin. Dunedin ist die zweitgrößte Stadt der Südinsel, wird als "Edinburghs" Neuseelands bezeichnet und ist wirklich richtig schön im Vergleich zu den restlichen neuseeländischen Städten! In der Stadt gibt es viele ältere Gebäude, schicke Kirchen (allein mal wieder Kirchenglocken zu hören ist was feines), eine Artgallerie, interessante Museen und einen hübschen Bahnhof. Das ganze ist eine Studentenstadt, was man besonders jetzt in der letzten Woche gemerkt hat, nachdem die Semesterferien hier in Neuseeland vorbei sind. Das Universitätsgelände ist riesig und wenn man da so durchschlendert fühlt man sich wie bei Harry Potter. Die Stadt allein ist aber noch nicht alles, was mich so fasziniert. In 45 Minuten kann man zu Fuß einen wunderschönen Strand erreichen, rund um Dundein gibt es die tolle Hügellandschaft und dann gibt es auch noch eine Halbinsel, die „Otago Peninsula“. Diese haben wir zusammen mit der lieben Floor (aus den Niederlanden) erkundet, die uns in ihrem Auto mitgenommen hatte. Auf der Halbinsel gibt es Pinguine, Albatrosse und Seerobben und um diese sehen zu können muss man jedoch bezahlen, aber die Seerobben konnte man auch so einfach ganz entspannt am Strand antreffen und spielend im Wasser beobachten. Obwohl wir direkt vor ihnen standen haben sie sich kein bisschen davon stören lassen. 

Ganz relaxte Robben :)

Ein Regenbogen!
Strand auf der Otago Peninsula




Nachdem Franzi nach ein paar Tagen weitergezogen ist, habe ich kurzfristig einen Job in einem Hostel bekommen und habe hier zwei Stunden am Tag gearbeitet und musste dafür nichts für die Unterkunft zahlen. Heißt Betten machen, Küche und Bäder putzen, saugen, wischen…. Cheryl, die Hosteldame, ist schon etwas älter und nennt all ihre Gäste „Sweetheart“, „Lovely“ oder „Darling“. Sie ist wirklich seht nett, aber auch manchmal ein wenig eigenartig (so auch die Einrichtung im gesamten Hostel: stets eine Mischung aus Bildern, die wirklich in keinster Weise zusammen passen). Es waren immer noch zwei weitere Arbeiter da, mit denen ich mich super verstanden habe. Eva (natürlich auch aus Deutschland) war die ganze Zeit da und wir haben viel zusammen unternommen. Generell waren wir immer zusammen einkaufen, in der Stadt unterwegs und haben fast jeden Abend zusammen etwas feines gekocht und danach noch einen Film angeschaut. Es ist schön, Leute um sich zu haben mit den man so viel Lachen kann! Das Wetter war oft gruselig, heißt super windig, regnerisch und grau. Das Gute ist, wenn man längere Zeit an einem Ort ist, kann man seine Vornehmungen einfach auf einen Tag mit besserem Wetter verschieben und auch einfach mal einen faulen Tag im Hostel z.B. mit Puzzeln verbringen ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben, irgendwas spannendes zu verpassen. Die Tage mit dem besseren Wetter wurden gleich feierlich am Strand verbracht, wo ich den Surfern ganz gespannt beim Surfen zugeschaut habe und einen schönen Platz auf den Klippen gefunden habe. Zwei Tage lang war Kathleen (aus den USA, die ich damals in Whitianga kennengelernt hatte) in Dunedin und ich habe mir von ihr die Uni zeigen lassen, in der sie selbst vor ein paar Jahren mal studiert hat und auch einen entspannten Tag mit Sonne am Strand genossen. Mein Highlight war eindeutig der „Tunnel Beach Track“, welchen Eva und ich in aller frühe um sechs Uhr Morgens gemacht haben. Man hat nämlich nur Zugang zum Strand wenn Ebbe ist und die war zu der Zeit nunmal am Vormittag und da wir halb elf anfangen mussten zu Arbeiten blieb uns nichts anderes übrig, als im Dunkeln loszustapfen und nach anderthalb Stunden sind wir dann beim eigentlichen Track angekommen. Den Sonnenaufgang hatten wir dabei die Ganze Zeit im Rücken und als wir bei den unfassbar schönen Klippen ankamen war sie jedoch bereits oben. Ich hab mich darüber ein wenig geärgert, da dieser wirklich blutrot war…deswegen werde ich hier eines Tages nochmal bei Sonnenaufgang zurück kommen! Dennoch waren die Klippen und die Morgensonne einfach super schön und echt beeindruckend.


Strand von Dunedin
Blick von der Klippe
Blick auf einen weiteren Strand
Eigenartige Farben von der Kamera, aber dennoch sieht man die Promenade Dunedins
Tunnel Beach Nr. 1
Tunnel Beach Nr. 2
Tunnel Beach Nr. 3
Tunnel Beach Nr. 4
Ich und Kathleen bei schönsten Sommerwetter am Strand
Ich muss auf jeden Fall noch erwähnen, das im Umkreis von Dunedin alles ziemlich hügelig ist, wodurch auch die Straßen teilweise ziemlich steil waren. Es gibt hier auch die steilste Straße der Welt, welche wir natürlich auch erfolgreich erklommen haben und die schlimmste Straße war eindeutig die zu unserem Hostel hoch. Denn die „High Street“ hat ihren Namen alle Ehre gemacht, aber ich würde schon behaupten, das ich da nach täglichem Training am Ende schon weniger schnaufend hochgelaufen bin! Nach drei Wochen ein klein wenig Alltag habe ich mich auf die bevorstehende Reiseetappe echt gefreut, war aber gleichzeitig echt traurig das kleine gemütliche Hostel verlassen zu müssen!

"Baldwin Street", die steilste Straße der Welt
Unsere Straße zum Hostel hoch mit Vollmond (wirkt nur leider nicht so steil, wie sie in Wirklichkeit ist)

In dieser Zeit war übrigens auch der Tag der Halbzeit meiner gesamten Reise gekommen. 157 Tage liegen hinter mir und weitere 157 Tage vor mir. Gruselig, wie schnell die Zeit hier vergeht!! Letzte Woche musste ich dann auch schon mein Rückflug buchen, was mich echt viele Nerven gekostet hat, denn den malaysischen Akzent zu verstehen ist schon eine Herausforderung. Ich habe lange hin und her überlegt, aber mich letztendlich doch entschieden meine Neuseelandzeit ein wenig zu verkürzen, habe aber dafür mehr Zeit in Asien rangehängt. Ich bin echt super gespannt, was mir die nächste Zeit noch so bringt und werde sicherlich jeden einzelnen Tag weiterhin genießen! Die kommende Woche werde ich mich wieder nach Auckland aufmachen, denn unsere geplante Samoa-Reise steht auf dem Plan!!

Laura

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